Auf offener Straße erschossen - weil er ein Streuner war!
In den letzten 24 Stunden haben wir eine kurze, aber sehr persönliche Horrorgeschichte durchlebt.
⚠️ Achtung: Im Video sind potentiell verstörende Bilder zu sehen!
Wir wurden von der üblichen Gruppe an Kindern und Eltern angerufen, die im Zentrum unserer kleinen Stadt leben, in der auch Neverland liegt und unser Team wohnt. Sie hatten einen Hund gefunden, der in der prallen Sonne im Sterben lag – völlig hilflos und allein.
Ohne groß zu überlegen, haben wir direkt unseren Tierarzt hinzugerufen, um ihn möglichst irgendwie zu retten.
Wir haben nicht über die Kosten nachgedacht, die das verursacht. Nicht darüber, was ist, wenn der Hund gelähmt ist oder trotz allem am Ende stirbt. In diesem Moment war allein wichtig, erste Hilfe zu leisten. Denn das ist, was wir tun, jeden Tag, für jeden Hund, dem wir irgendwie helfen können. Wie wir das alles überhaupt stemmen können, diese Gedanken kamen wie meistens erst später, als der Hund bereits beim Tierarzt die Hilfe bekam, die noch möglich war.
Dann die erschütternde Nachricht: Er wurde angeschossen. Eine Kugel steckt in seiner Lunge.
Plötzlich schienen all die Sorgen darüber, was wir jetzt tun und wie wir das alles schaffen sollen, wahnsinnig klein. Es überwog die Sorge um das Leben dieses Hundes. Ein fühlendes, lebendiges Wesen, das diese Situation und diesen Schmerz durch nichts verdient hatte.
Und es kroch wieder die Angst in uns hoch, vor dieser einen verrückten Person, die das getan hat. Denn wir wussten sofort, wer das war, es ist immer wieder dieselbe Person, die in dieser Gegend Hunden Böses antut. Nein, nicht alle Menschen in Bosnien so. Aber einer reicht. Ein psychopathisch veranlagter Mensch und ein System, das weder ermittelt noch Taten wie diese bestraft, reichen aus, um alle Straßen- und Besitzerhunde in Gefahr zu bringen – und unser Leben als Tierschützer noch schwerer und sorgenvoller zu machen.
Wir nannten den Hund Garo. Ein Hund, so schwarz wie die Nacht – er musste einfach Garo heißen. Garo bedeutet „der Dunkle“, dunkel wie Kohle. 🖤
Heute Morgen erhielten wir den Anruf, den wir nicht bekommen wollten: Garo ist in der Nacht verstorben.
Die Verletzungen waren zu schwer, wir konnten ihn nicht retten. Unsere Herzen sind unfassbar schwer. Zox hat dafür gesorgt, dass Garo zumindest an seinem letzten Ort Frieden hat – wenn er in seinem kurzen Leben schon kein Zuhause haben durfte.
Es tut uns leid für Garo.
Und wir sind wütend und besorgt darüber, dass es im Jahr 2026 offenbar nichts gibt, was man tun kann, um einen solch kranken Menschen zur Verantwortung zu ziehen. Einen Menschen, der sich von einem Hund so sehr gestört fühlt, dass er eine Waffe nimmt und ihn mitten in der Stadt erschießt – nur 200 Meter von einem Kinderspielplatz entfernt!
Das ist unser Alltag.
Das ist die graue Seite, die direkt auf der anderen Seite der Tore von unserem sicheren und wunderschönen Neverland beginnt. Das ist, weswegen wir niemals aufgeben dürfen. Auch wenn es oft so aussichtslos erscheint.
Run free, lieber Garo. Das hattest du nicht verdient. 🖤🌈🕊