Gedanken vor der Adoption

Bin ich bereit für einen Hund?

Stellen Sie sich am besten selbst vorher folgende Fragen und beantworten diese ganz ehrlich. Denn nur so können Sie – und am Ende auch wir – sicher sein, dass die Entscheidung wohlüberlegt und richtig ist. Den Hunden zuliebe!

Bin ich bereit dazu, mein Leben umzukrempeln?

Ein Hund ist eine tolle Bereicherung und Sie werden mit Sicherheit viele tolle Momente mit ihm erleben – jedoch sollten Sie sich auch deutlich bewusst machen, dass sich Ihr bisheriges Leben ganz schön verändern wird. Jeder Hund ist einzigartig und hat seine ganz eigenen Bedürfnisse, die nicht nach Belieben an- und abgeschaltet werden können, sondern tagtäglich befriedigt werden müssen. Gerne unterschätzt man den Zeitaufwand in der ersten Euphorie! Machen Sie sich klar, dass Sie vom Zeitpunkt des Einzugs an jeden Tag mindestens drei- bis viermal mit Ihrem neuen Familienmitglied vor die Tür müssen – egal, bei welchem Wetter! Außerdem braucht er jeden Tag ausreichend körperliche sowie geistige Beschäftigung und genügend liebevolle Aufmerksamkeit seiner Familie. Auch in den Urlaub würde Ihr neues Familienmitglied gerne mitkommen, weite Flugreisen fallen somit erst mal flach. Alles in allem sollten Sie dazu bereit sein, nicht nur viel Liebe, sondern auch viel Zeit in Ihr neues Familienmitglied zu investieren – und hin und wieder vielleicht sogar ein paar Abstriche zu machen.

Passt ein Hund in meine Lebensumstände?

Gerade in den ersten Wochen nach seiner Ankunft wird Ihr neues Familienmitglied besonders viel Aufmerksamkeit benötigen. Sie sollten also die Möglichkeit haben, sich mindestens in den ersten beiden Wochen ausreichend (bzw. ausschließlich) Zeit für ihn zu nehmen, um ihm die Eingewöhnung so angenehm wie möglich zu gestalten. Aber auch in der Folgezeit sollte der Hund nicht ständig (und schon gar nicht überwiegend) alleinbleiben müssen. Natürlich kann man üben, dass der Hund auch mal ohne Frauchen und Herrchen klarkommt. Aber ein Hund ist ein sehr soziales Wesen und nicht dazu gemacht, den Großteil des Tages allein zu verbringen! Sollte also bereits im Vorfeld feststehen, dass der Hund jeden Tag stundenlang alleine zu Hause ausharren müsste, können Sie sich sicher sein, dass ihn das nicht glücklich machen wird. Hundesitter und -pensionen sind für besondere Fälle eine Option, aber sollten kein Dauerzustand sein. Der Hund braucht den Kontakt zu seiner Bezugsperson, die im Idealfall ja Sie werden möchten, und wünscht sich so viel Zeit wie möglich mit Ihnen zu verbringen! Selbst in Ausnahmefällen sollte der Hund maximal vier Stunden am Stück alleine bleiben. Sollten Sie allgemein viel reisen, wo sie den Hund nicht mitnehmen können, und auch nicht darauf verzichten wollen, sollten Sie dem Hund zuliebe leider ebenfalls von einer Adoption Abstand nehmen.

Ist meine gesamte Familie einverstanden?

Wichtig ist, dass die gesamte Familie an einem Strang zieht. Natürlich ist es möglich, eine Hauptbezugsperson für das neue Familienmitglied festzulegen, aber dennoch sollten sämtliche im Haushalt lebenden Familienmitglieder mit dem Einzug eines Hundes einverstanden sein. Denn über kurz oder lang kann das sonst zu Problemen führen – zulasten des Hundes. Bitte sprechen Sie das Thema also in Ruhe gemeinsam durch, bevor Sie sich für eine Adoption entscheiden.

Bekomme ich das Einverständnis meines Vermieters?

Sollten Sie zur Miete wohnen, muss zwingend auch Ihr Vermieter mit der Hundehaltung einverstanden sein. Eine Klausel im Mietvertrag reicht hierbei nicht aus. Um unschöne Wendungen zu vermeiden, bestehen wir deshalb auf eine schriftliche Einverständniserklärung durch den Vermieter. So sind nicht nur wir und der Hund, sondern auch Sie selbst abgesichert, dass Ihr Vermieter Ihnen die Hundehaltung nicht plötzlich untersagen kann, nachdem der Hund bereits eingezogen ist.

Passt meine Wohnsituation zu einem Hund?

Die Größe der Wohnung ist erst mal gar nicht so wichtig. Auch ein großer Hund kann in einer kleinen Wohnung glücklich werden! Wichtig sind jedoch folgende Dinge – egal wie groß Hund und Wohnung sind: Nicht jeder Hund ist körperlich dazu in der Lage viele Treppen zu steigen. Die Wohnung sollte ausreichend Rückzugsmöglichkeiten bieten. Ausreichende Bewegung in der Umgebung muss gewährleistet sein. Einige Hunde eignen sich leider grundsätzlich nicht zur Stadthaltung, sondern wären auf dem Land mit Garten besser aufgehoben. Wir beraten Sie hierbei sehr gerne, da wir unsere Hunde gut kennen und das einschätzen können!

Bin ich finanziell dazu in der Lage einen Hund zu versorgen?

Wir werden Sie nicht um Kontoauszüge oder Gehaltsabrechnungen bitten, vertrauen aber darauf, dass Sie sich selbst ausreichend Gedanken dazu gemacht haben, ob Sie sich die Haltung eines Hundes finanziell leisten können. Bedenken Sie, dass neben den Anschaffungskosten (Schutzgebühr, Erstausstattung) und den täglichen Kosten (Futter und natürlich Leckerchen :)) beispielsweise auch noch die Hundesteuer jährlich auf Sie zukommt. (Die Höhe der Kosten ist städteabhängig, informieren Sie sich also bitte selbstständig, welchen Beitrag Sie leisten müssen.) Darüber hinaus muss ein Hund auch regelmäßig zum Tierarzt: Check-Up, jährliche Impfung, circa alle drei Monate Entwurmung bzw. Kotuntersuchung – und selbstredend kann ein Hund auch mal krank werden! Für die Tierarztkosten bietet sich eine Hunde-Krankenversicherung (mindestens aber eine OP-Versicherung) an, um selbst bei unerwartet hohen Tierarztrechnungen nicht in Bedrängnis zu geraten. Die Versicherungen kosten aber natürlich ebenfalls Geld. Dazu kommt auch noch die Hundehalterhaftpflicht-Versicherung, die in einigen Bundesländern sogar verpflichtend, mindestens aber empfehlenswert ist. Weitere potentielle Kosten, die auf Sie zukommen könnten, sind z. B. Hundetraining oder auch ein Hundesitter. Sie sehen, die Kosten summieren sich – und dessen sollten Sie sich bitte voll bewusst sein.

Gibt es einen Notfallplan?

Es kann immer irgendwas sein. Sie müssen ins Krankenhaus, zur Kur, in die Reha – oder möchten gerne doch mal wieder ohne Hund verreisen. Überlegen Sie schon jetzt, ob es jemanden in Ihrem Umkreis gibt, der in der Zeit auf ihren geliebten Vierbeiner aufpassen kann. Notfalls gibt es auch professionelle Hundesitter und Pensionen, die aber Geld kosten und die der Hund im Idealfall vorher bereits kennengelernt haben sollte.

Konnte ich (fast) alle Fragen positiv beantworten?

Dann bewerben Sie sich gerne gleich auf Ihren absoluten Traumhund! Unter Bewerbung erfahren Sie, was wir uns für eine aussagekräftige Anfrage wünschen. Unsere Kontaktdaten finden Sie unter Kontakt. Auch wenn Sie vorab noch weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir freuen uns sehr, von Ihnen zu hören!